Wohnberechtigungsschein Potsdam

Eine bezahlbare Wohnung zu finden ist für viele Menschen in Potsdam eine riesige Herausforderung. Grund dafür ist vor allem der angespannte Wohnungsmarkt mit viel zu geringem Leerstand. Dazu kommen niedrige Umzugsraten. Außerdem steigt die Miete, wenn auch moderater als in anderen Städten. Eine der größten Probleme für den Wohnungsmarkt in Potsdam ist die Nähe zur Hauptstadt Berlin. Die Aussicht auf beschauliches Wohnen vor den Toren der Metropole zieht viele Menschen an, die sich ohne Weiteres teure Mieten leisten könnten.

Für den Wohnungsmarkt in Potsdam bedeutet das nichts Gutes. Denn wo es Potenzial für solvente Mieter gibt, steigen die Wohnungsmieten auf lange Sicht stetig.

Der soziale Wohnungsbau in Potsdam

Sozialbau in Potsdam - Bild von Thomas Wolter auf Pixabay

Zwar haben sich die Möglichkeiten deutlich verbessert, Wohnungssuchende mit kleinem Budget auch in Potsdam bei der Suche nach einer Wohnung zu unterstützen. Grundlage dafür ist eine Reihe von Programmen, die sich die Landesregierung in Brandenburg und die Stadtverordnetenversammlung von Potsdam einfallen ließen.

In den letzten Jahren entstanden zum Beispiel durch die für die Stadt typischen flexiblen Bindungen für öffentlich geförderten Wohnraum etwa 3.300 neue Benennungsrechte. Zusätzlich wurden Bindungsvereinbarungen für 1.300 Wohnungen in öffentlich geförderten Bauvorhaben geschlossen.

Inzwischen findet sogar der in der alten Garnisonsstadt Potsdam entwickelte Weg, den noch vor Jahren rasant erfolgten Abbau von Sozialwohnungen durch Bindungen mit relativ kurzen Laufzeiten abzufangen, bundesweit Anerkennung. Doch den Bedarf an Wohnungen für Menschen mit geringen Einkommen deckt auch diese Maßnahme bei weitem nicht ab.

Auch das sogenannte Potsdamer Baulandmodell änderte daran bisher wenig. Dieses Modell zielt auf freie Träger, die im Wohnungsbau involviert sind. Um eine Baugenehmigung zu erhalten, müssen nämlich die größeren Bauherren wenigstens 20 Prozent Sozialwohnungen schaffen.

Doch so genau hinzuschauen ist in der Stadtverwaltung nicht immer möglich: In einem eben abgeschlossenen Planverfahren wurde eine solche Vereinbarung zum sozialen Wohnungsbau für rund nur rund zehn Prozent der Wohnfläche geschlossen. Bei einem Gegenwert von 1,5 Millionen Euro bedeutet das 13 Wohneinheiten. In zwei weiteren zum Abschluss gebrachten Planverfahren waren es sogar jeweils nur acht Prozent der geplanten Wohnfläche. Eine nicht viel größere Anzahl von belegungsgebundenem Wohnraum erwartet Potsdam derzeit bei einem weiteren, in der Frühphase befindlichen Verfahren. Hier sollen etwa 30 Sozialwohnungen entstehen. Das ist immerhin ein Ausblick.

Wohnberechtigungsschein Potsdam anfordern

WBS Potsdam

Hier können Sie bei uns ganz einfach und bequem den Antrag für den Wohnberechtigungsschein Potsdam per E-Mail anfordern.

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Wohnungsbaugenossenschaften in Potsdam starten Initiative

Einen deutlicheren Schub beim sozialen Wohnungsbau erwartet die Landeshauptstadt für die kommenden Jahre von kommunalen Baugesellschaften, von Wohnungsgenossenschaften und gemeinnützigen Trägern, wie dem Studentenwerk. Diese gehen jetzt in die Offensive. So plant der kommunale Träger Pro Potsdam bis 2027 den Bau von zusätzlich insgesamt 2500 Wohnungen. Auch die Genossenschaften mit eigenem Wohnungsbau stocken auf: Bis zum Jahr 2028 sollen eintausend Wohnungen mehr entstehen. Beteiligt sind die Wohnungsgenossenschaft “Karl Marx”, die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft (PBG), die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft (PWG) 1956 sowie kleinere Genossenschaften.

Mit einem Leuchtturmprojekt glänzt das städtische Wohnungsunternehmen Pro Potsdam. Unweit des Volksparks Potsdam wurde im letzten Jahr der Grundstein für 165 Wohnungen gelegt. Davon sollen 75 Prozent zu Sozialmieten errichtet werden. Die Wohneinheiten an der Georg-Hermann-Allee sollen bis Ende des Jahres 2019 fertig werden. Gebaut werden Wohnungen mit Flächen von 45 Quadratmetern bis zu 105 Quadratmetern und in der Größe von bis zu fünf Zimmern. Außerdem baut die Stadt Potsdam hier barrierefrei und energiesparend.

Wer hat Aussicht auf einen Wohnberechtigungsschein in Potsdam?

Ein Wohnberechtigungsschein steht volljährigen Personen zu, wenn sie mit ihrem Einkommen ansonsten für eine Mietwohnung aufkommen können. Pro Haushalt gibt es nur einen Wohnberechtigungsschein. Außerdem gilt das Dokument nur, wenn der Antragsteller und seine Familie in einem Haushalt wohnen sowie immer nur dann, wenn sie ihren Hauptwohnsitz an der gewünschten Adresse anmelden.

Das Dokument gilt jeweils für ein Jahr. Besteht der Bedarf weiterhin, wird er neu ausgestellt. Der Antrag auf einen Berechtigungsschein wird kostenfrei bearbeitet.Für einen Wohnberechtigungsschein in Potsdam gelten Einkommensgrenzen. Drei Arten von Wohnberechtigungsscheinen gibt es:

  • WBS für eine Sozialwohnung oder eine sonst öffentlich geförderte Wohnung über den 1. Förderweg bei der Einhaltung der geltenden Einkommensgrenze.
  • WBS +40 für eine sozial geförderte Wohnung bei Überschreitung der Einkommensgrenze um bis zu 40 Prozent.
  • WBS +60 für eine Wohnung des 3. Förderweges bei Überschreitung der Einkommensgrenze bis zu 60 Prozent.

Wie bekommen Berechtigte einen Wohnberechtigungsschein?

Den Antrag auf einen Wohnberechtigungsschein für Potsdam stellen Berechtigte bei der Stadtverwaltung Potsdam. Zuständig ist der Fachbereich Wohnen, Arbeit und Integration.

Folgende Unterlagen und Formulare sind notwendig:

  • Pass bzw. Personalausweis
  • Einkommensnachweise, wie Sozialhilfebescheid oder Gehaltsnachweis aus dem letzten Jahr
  • den ausgefüllten Antrag auf den Wohnberechtigung
  • den Mietvertrag für die Wohnung
  • eventuell Schwerbehindertenausweis oder Mutterpass.

Alle weiteren relvanten Informationen und den Antrag für den WBS Potsdam als PDF-Dokument finden Sie auf der Seite der Stadt Potsdam.

Kontakt

Stadtverwaltung: Arbeitsgruppe Wohnungswesen
Haus 2
Hegelallee 6-10 (Eingang Jägerallee 2)
14467 Potsdam
Telefon: +49 331 289-84 0
Fax: +49 331 289-842678
E-Mail: wohnungswesen@rathaus.potsdam.de

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr