Wohnberechtigungsschein Mönchengladbach

Der Wohnberechtigungsschein (WBS) ermöglicht es Anspruchsberechtigten, eine Wohnung zu beziehen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde. Während in Mönchengladbach in den vergangenen Jahren vorrangig teurerer Wohnraum entstanden ist, zeichnet sich in jüngster Zeit eine Trendwende hin zu mehr sozialem Wohnungsbau ab. Die Bewilligung eines Wohnberechtigungsscheins ist in Nordrhein-Westfalen an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

Wohnungsmarktsituation in Mönchengladbach

MönchengladbachDer Wohnungsbestand in Mönchengladbach hat grundsätzlich seit 2010 deutlich zugenommen. Ende 2016 verzeichnet die Stadt nach Landesangaben rund 137.000 Wohnungen insgesamt. Dies entspricht einer Zunahme um etwa 3.600 Wohnungen gegenüber dem Bestand 6 Jahre davor. Der Blick auf die Segmente des Wohnungsbestandes legt jedoch offen, dass es sich bei der Zunahme der Einheiten nicht um preisgünstige Unterkünfte oder gar Sozialwohnungen gehandelt hat. Der Zuwachs entfällt überwiegend auf größere und teurere Wohnungen. Berechnungen des Landes zufolge hat insbesondere der Bestand an Wohnungen mit mindestens fünf Räumen zugenommen. Die Zahl dieser Wohnungen wuchs zwischen 2010 und 2016 um rund 5,4 Prozent und betrug Ende 2016 etwa 45.000. Dies übertrifft den landesweiten Zuwachs an teurerem Wohnraum (3,2 Prozent).

Indes ist der Bestand an mit öffentlichen Mitteln geförderten Wohnungen in einem Zeitraum von mindestens 12 Jahren deutlich gesunken. Während Ende 2016 nach Berechnungen der Stadt etwa 7100 Sozialwohnungen existierten, waren es im Jahr 2004 noch fast 5300 Wohnungen mehr.

Allgemein nahm im Rahmen des allgemeinen Bestandszuwachses die Anzahl kleinerer Wohnungen (zwei oder drei Räumen) ihn Mönchengladbach nur um 1,7 Prozent zu. Dies entspricht einem unterdurchschnittlichen Zuwachs im Vergleich zum Land Nordrhein-Westfalen.

Weiterhin bleibt festzustellen, dass die Wohnungen in Mönchengladbach erheblich kleiner sind als im Landesdurchschnitt von NRW. Während Mönchengladbacher Wohnungen durchschnittlich 85,6 Quadratmeter messen, ist die Größe der durchschnittlichen Wohnung im Bundesland um etwa fünf Quadratmeter größer. Jeder Einwohner der Stadt lebt im Durchschnitt auf 45 Quadratmeter Wohnfläche. Dies entspricht etwa 0,3 Quadratmetern mehr im Vergleich zu den Zahlen von 2015.

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WBS Mönchengladbach

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Prognose der Entwicklung im Wohnungsbau

Der Wohnungsmarkt in Mönchengladbach verzeichnet erst seit 2017 eine Trendwende hin zu mehr sozialem Wohnungsbau. Das Land hat der Stadt bereits vor einigen Jahren Fördermittel bereitgestellt. Diese hat die Stadt erst jetzt an verschiedene Investoren weitergeleitet. Weiterhin ist mit der Bereitstellung weiterer Fördermittel zu rechnen. Im Jahr 2017 wurde der mietpreisgebundene Bau von Wohnungen in der Stadt gefördert, was einer höheren Summe entspricht als ursprünglich geplant. Die Fördersummen sind wesentlich größer als in den Jahren zuvor. 2016 wurden nur 52 Einheiten mit 5,8 Millionen Euro gefördert, während es 2014 lediglich 25 Wohnungen für eine Fördersumme von 2,6 Millionen Euro waren. Ein Teil der Investoren hat die Mittel nicht abgerufen, da sie sich aufgrund der günstigen Zinskonditionen lieber Mittel auf dem Kapitalmarkt beschafften.

Träger des sozialen Wohnungsbaus

Die vom Land bereitgestellten Fördermittel von 7,8 Millionen Euro entfallen im Wesentlichen auf fünf Träger, darunter Unternehmen, Vereine, Verbänden und Investoren. Die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius hat 2,1 Millionen Euro beantragt, um 19 Wohnungen an der Wiedemannstraße zu bauen. 960.000 Euro entfallen auf den Verein für die Rehabilitation psychisch Kranker (13 Wohnungen an der Hovener Straße). Die Kreisbau AG erhält 1,8 Millionen Euro für den Bau von 17 Wohnungen am Rheydter Ring. Der Caritasverband hat 1,2 Millionen Euro beantragt, um in Hehner Holt 19 Wohnungen zu schaffen. Eine Privatinvestorin beantragte 1,8 Millionen Euro zum Bau von 17 Wohnungen an der Bachstraße. Das Förderprogramm war überzeichnet, weshalb das Bundesland im August per Erlass die Mehrausgaben genehmigte.

Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein in Mönchengladbach

Nur mit einem gültigen Wohnberechtigungsschein für Mönchengladbach ist der Bezug einer günstigen Sozialwohnung möglich. Wohnberechtigungsscheine werden vom Bundesland ausgestellt. Wer also einen Wohnberechtigungsschein in Mönchengladbach bezieht, hat damit in ganz NRW Anspruch auf günstigen sozialen Wohnraum. Der Wohnberechtigungsschein hat grundsätzlich eine Gültigkeit von einem Jahr. Daher ist er für jedes Jahr erneut zu beantragen. Der ausgestellte WBS gibt Rückschluss auf die maximale Größe der Wohnung sowie die Anzahl der Personen.

Die Bewilligung des WBS richtet sich in erster Linie nach der Einkommenshöhe sämtlicher im Haus lebenden Personen. In Abhängigkeit der Anzahl der Personen sowie dem maximalen Bruttoverdienst ist die Größe der zugeteilten Wohnungen zu ermitteln. Wenn bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten beziehungsweise nicht überschritten werden, können Wohnungssuchende mit der Genehmigung eines WBS rechnen. Gehören Antragsteller zu einem bestimmten Personenkreis, beispielsweise Alleinerziehende oder Behinderte, berechtigt dies weiterhin zum Bezug sozialen Wohnraums, der speziell für diese Personengruppe gefördert wurde. Der WBS wird sofort ausgehändigt, sobald Anspruchsberechtigte sämtliche erforderlichen Unterlagen eingereicht haben.

Bezug des Wohnberechtigungsscheins in Mönchengladbach

Wer einen Wohnberechtigungsschein für Mönchengladbach benötigt, kann sich bereits im Vorfeld der Suche nach einer Sozialwohnung an den Bürgerservice wenden. Die Internetpräsenz der Stadt hält einige Formulare und Broschüren für die Wohnungsvermittlung bereit. Eine Datei informiert über Wohnungsgesellschaften für sozialen Wohnungsbau in Mönchengladbach. Als notwendige Unterlage zur Vermittlung einer Wohnung ist die Vorlage des WBS erforderlich. Weiterhin fällt eine Gebühr in Höhe von 4 Euro an. Das Formular zur Beantragung des Scheins findet sich ebenfalls auf der Internetseite der Stadt. Dieses liegt in PDF-Format vor und muss nach dem Ausfüllen beim Wohnungsamt Mönchengladbach eingereicht werden.

Kontaktdaten

Fachbereich Soziales und Wohnen (50)
Verwaltungsgebäude
Aachener Straße 2
41061 Mönchengladbach
Telefon: (02161) 25 – 3260

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