Wohnberechtigungsschein – Voraussetzungen



Wohnberechtigungsschein – was bringt es?
Wenn man einen Wohnberechtigungsschein hat, darf man eine Sozialbindungswohnung beziehen, wenn man die vorgeschriebenen Einkommensgrenzen nicht überschreitet.

Man muss dem Eintrag zum Wohnberechtigungsschein das Einkommen beilegen, das man in dem folgenden Jahr erwartet – es kann aber auch vom Einkommen des vergangenen Jahres – des Jahres vor der Beauftragung – ausgegangen werden. Dazu wird kein gesetzliches Kindergeld gezählt.

Je nach dem, was für die Einkommensquelle man hat, können verschiedene Pauschalbeträge für Werbungskosten abgesetzt werden, zum Beispiel im Falle eines Arbeitsvertrages kann man 1044 Euro absetzen. Von der Zwischensumme, die man so berechnet, kann man noch je 10 % abziehen, wenn man all die Steuern und Pflichtbeiträge bezahlt – im besten Fall werden so 30 % abgezogen. Wenn man Steuern und Pflichtbeiträge nicht bezahlt, kommt es zum pauschalen Abzug von 6 % der ermittelten Zwischensumme.

Berechtigungen der Mieter
Wenn der Antrag für den Wohnberechtigungsschein geprüft wird und man die Voraussetzungen erfüllt, bekommt man den aktuellen Wohnberechtigungsschein zugeschickt. Darauf kann man unter anderem die dem Gesetz entsprechend Wohnungsgröße sehen. Grundsätzlich geht man davon aus, dass pro Wohnberechtigten je ein Raum zur Verfügung gestellt wird – so gesehen kann ein Alleinstehender eine Einzimmerwohnung und das Ehepaar mit zwei Kindern maximal drei Wohnräume bekommen.

Wenn man dazu noch die speziellen persönlichen oder beruflichen Bedürfnisse aufweisen kann, kann man dafür noch einen zusätzlichen Raum bekommen. Mit dem Wohnberechtigungsschein, der eine 1-Zimmer-Wohnung vorsieht, kann man im Sonderfall auch die kleine 1,5 Zimmer oder 2-Zimmer-Wohnung bekommen, doch dabei darf die Wohnfläche nicht 50 qm überschreiten. So gilt es auch für die 2-Personen-Haushalte, die den Wohnberechtigungsschein für 2 Zimmer haben – im Fall, dass die 3-Zimmer-Wohnung bis zu 60 qm groß ist, klappt es in den meisten Fällen auch. Die Sozialwohnungen werden von den öffentlichen Mitteln der Länder gefördert, deswegen stehen sie unter Belegungs- und Preisbindung, was bedeutet, dass nicht jeder da drin wohnen kann und dass die Wohnung nicht zu jedem Preis vermietet werden kann. Als Vermieter kann man da nur die Kostenmiete verlangen. Wer diese Sozialwohnung gemietet hat, bezahlt deswegen sehr wenig und ist für die Mietlaufzeit auch vor großen Mieterhöhungen geschützt. Die Mieterhöhung kann nur erfolgen, wenn die Wohnung mit Zustimmung modernisiert worden ist oder im Fall der Erhöhung der Hypothekenzinsen, der Instandhaltungspauschalen oder Verwaltungskostenpauschalen.



Wohnberechtigungsschein und die Mieter
Der Mieter, der einmal so eine Wohnung aufgrund vom Wohnberechtigungsschein gekriegt hat, muss da auch nicht ausziehen, wenn es später dazu kommt, dass er unter Umständen mehr verdient, denn in dem Fall würde er keinen Wohnberechtigungsschein bekommen. Doch einige Bundesländer sehen das nicht so locker und unterstellen dem Mieter in dem Fall die Fehlbelegungsabgabe. Wenn diese ermittelt wird, gelten aber, im Gegensatz zu der Ermittlung des Einkommens, den man bei dem Beantragen des Wohnberechtigungsscheins ausrechnen kann, höhere Freibeträge für Familien mit Kindern und für die Alleinerziehenden. Die Fehlbelegungsabgabe wird je nach dem berechnet, um wie viel Prozent das Einkommen die Grenze überschreitet und hat, je nach dem Bundesland, in dem man wohne, unterschiedliche Folgen. Wie groß die Wohnung sein darf, die man mit dem Wohnberechtigungsschein beziehen darf, hängt von der Nummer der Haushaltsmitglieder ab, denn pro Haushaltsmitglied wird ein Raum zur Verfügung gestellt.